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.. shout out louds - our ill wills - haldern pop - vö. 25.05.06

anfang 2005 war es glaub ich als ich im englischen musikfernsehen auf das bezaubernde video zu „very loud“ von den shout out louds stieß. in eben diesem stiefelt ein junger mann mit kindlichem charme etwas unbeholfen durch einen schneebedeckten wald. „… little by little…“ singend mit seiner etwas krächzigen aber doch schönen stimme, die ganze zeit irgendwie auf der suche nach etwas, sieht man ihn dann am ende des videos im nächtlichen winterwald zusammen mit seiner band musizieren. und genau so little by little, machte sich das neue album der shout out louds „our ill wills“ in meinem herzen breit. der vorgänger „howl howl gaff gaff“ wurde sofort nach dem ersten durchhören für großartig befunden, eine autofahrplatte das war klar und sommerlich war sie.

dem entsprechend hoch waren auch die erwartungen an das neue album. doch die fünf stockholmer um den charismatischen frontmann adam olenius und die feenhaft anmutende bebban stenborg haben gehalten was die vorab single „tonight i have to leave it“ schon versprach, das neue album lässt die herzen gepflegter schweden-pop fans höher schlagen. texte mit viel herz, fernweh und sehnsucht, die herrn olenius’ stimme so schön traurig klingen lassen. zwei meiner sofort-lieblings-songs auf dem album sind „you are dreaming“, was vielleicht nur an der textzeile „and don’t come back to stockholm no more“ liegt, die mir gleich im kopf hängen blieb und „time left for love“ wegen dem text und dem tambourine.

ganz anders sind da “blue headlights“ und „ill wills“. bei ersterem ist es bebban die singt, was den klang der band sehr verändert und ein bisschen an jenny lewis with the watson twins erinnert. das zweite ist ein instrumentalstück. auch „meat is murder“ dessen titel, dem ein oder anderen von einem smiths song bekannt sein könnte, ist ein schönes akustik-gitarren stück bei dem man das umgreifen der akkorde in form eines zirpen hören kann. toll ist auch „impossible“ bei dem die percussions und violinen ganz toll klingen. überhaupt wurden auf dem album häufig violinen und celli benutzt.

“our ill wills“ ist wieder eine platte für den sommer, für wiesen, zum tanzen, zum Auto fahren über landstraßen mit offenen fenstern und einer rückbank voller freunde.

um noch mal auf „very loud“ zurück zu kommen, da singt er am ende mit inbrunst einen satz mit dem ich das hier abschließen will: „yes i really like it now

luise