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.. oasis - don't believe the truth - sony - vö. 30.05.05

ein weiser mann mit bart meinte einmal "ach oasis, die bringen doch seit dem dritten album immer das selbe album raus." irgendwie hat er da auch recht. gehabt. bis jetzt. till now. sie verstehen. "don't believe the truth" heißt die neue scheibe welche das beste album seit "morning glory" ist. not maybe. sondern definitely. es ist zwar wie erwartet keine musikalische revolution, aber ich weiß auch nicht ob mit/end-30jährige noch für revolutionen verantwortlich sein sollen, das überlässt man ja dann doch lieber den jungen. wobei es bei denen zur zeit ja nicht viel revolutionäres gibt, vielleicht ein grund dafür das oasis noch immer so groß dabei sind und zur zeit eine tour zu laufen haben die alle rekorde bricht. aber darüber mag man denken wie man will.
"dont believe the truth" ist ein grandioses album. ein album das einen umhaut. ein anwerter für das album des jahres. klecker, klotz. die platte klingt leichter, ein wenig popiger als sein vorgänger. akustikgitarren klingen von überall her. velvet underground, die stones, beatles, sie alle treffen sich hier. 11 songs haben es auf das album geschafft von denen nur 5 aus der feder von noel stammen. hier prallen 4 songwriter aufeinander, die wissen wie oasis klingen soll und die es geschafft haben eine platte aufzunehmen bei der die stücke wirklich zusammenhängen, eine einheit bilden, oasis funktioniert endlich als band. das ist das wohl herausstechenste an diesem album. es gibt also doch eine kleine revolution. die band selbst hat überings mal wieder personelle veränderungen vollzogen, alan white, drummer seit "morning glory" ist nicht mehr dabei, für ihn bearbeitet jetzt zak starkey die drums (seines zeichen sohn von ringo starr!). "dont believe the truth" schafft es wieder diese typische oasisstimmung zu erzeugen: scheiss auf die anderen, ich mach mein eigenes ding. z.b. nicht an die wahrheiten glauben die einem andere auferzwingen. "make your own fucking mind of it"(noel). so viel zum titel des albums.
erste single war "lyla". ein kracher den noel da geschrieben hat. er selbst bezeichnete ihn als the who inspiriert, als tanzsong und genau das ist er. ein song den jedoch die plattenfirma auf das album raufprügelte, da die meinte es fehle noch die erste single. lassen helden sowas mit sich machen? anscheind.
singleauskopplungen bringen jedoch für oasis immer etwas unangenehmes mit sich: musikvideos. die drehen sie noch immer nicht gern und lyla hat das wahrscheinlich schlechteste video in der bandgeschichte. es ist auf der mitgelieferten dvd zu finden. zusammen mit ein paar interviews welche in form eines kleinen making ofs verpackt werden.
eröffnet wird das album ganz wunderbar mit dem andy bell song "turn up the sun". nach einem ruhigen travisartigen intro beginnt der typisch scheppernde oasis sound. ein perfekter opener. ein song der uns durch die nacht bringt. "love one another" wird einem da um die ohren gehaun. allright andy.
von liam stammen wieder 3 songs. und der junge hat gelernt, besonderes hervorstechend ist "guess god thinks im abel". eins seiner besten stücke so far. zunächst verträumt minimalistisch entfaltet sich hier ein furioses meisterwerk. es geht um zusammenhalt, um das ergreifen der initiative. es geht um oasis. give me gin and tonic.
mit "keep the dream alive" ist dann auch noch von andy bell ne hymne dahingerotzt worden die einem an champagne supernova erinnert, irgendwie, und irgendwie auch voll reinhaut. längster song der platte, das erinnert an früher. und wenn einen dieser song noch keinen höhenflug verpasst, schafft es gleich der nächste. "a bell will ring" von gem archer ist einer dieser oasis songs die noch in hundert jahren zu hören werden und welcher auch live zu überzeugen weiß.
letzter song des albums ist "let there be love", welcher im wechsel von liam und noel gesungen wird. sehr ruhig und sehr beatles. und sehr oasis. auch ein song den die plattenfirma unbedingt drauf haben wollte und wenn man ihn hört weiß man auch warum.
und dann gibt es da noch "mucky fingers", "love like a bomb" oder "the importance of being idle". songs die man hier genauso gut hätte vorstellen können. das ist ein album voller hits. ein hitalbum, sozusagen.
es gab viel theater im vorfeld der albumproduktion. die erste version des albums wurde verworfen, ein neuer prdouzent musste her und hätte oasis nicht so viele probleme mit sony hätte es sogar ein doppelalbum werden können. angeblich. das alles kostet zeit und nerven. und als fan macht man sich sorgen über die zukunft der band, was bei oasis ja nichts neues ist. doch oasis haben es geschafft, als band, als musiker, als heilsbringer. am ende dieser odyssee kam ein album heraus das wirklich oasis ist. "dont belive the truth" ist ein schönes album und um klassen besser als "heathen chemestry", musik zum tanzen, zum auf der wiese liegen, zum zeitweiigen genießen des lebens an sich. kann man ja auch mal machen.

kevin