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.. chikinki - lick your ticket - kitty yo - vö. 25.07.05

schon der opener und assassinator 13 ist eine offenbarung. in ihm ist auch die albumtitelgebende zeile "lick your ticket"...

aber sind sie nicht irgendwie auch eine dieser komischen britischen bands, welche sich mit ihrem debut-alben versuchen gehör zu verschaffen? der sound ist ziemlich dick. zwei keyboarder, keine bassgitarre ist ihr besonderheit und ja der revolutionäre gedanke aus ihnen sogar rockstars machen zu wollen. schließlich ist es ja spätestens seit den 80´er jahren eher unschick keyboarder in einer rockband zu haben. dafür knallt der keyboardbass durch und die drums bewegen dermaßen, aber so richtig. sagenhaft.

die ehemalige männer-wg die aus ihren gemeinsamen musikalischen vorlieben eine musikband gemacht haben sind nicht ganz so gehypt wie alles andere was so von der insel gekommen ist. ist aber nicht weniger gut. ich stelle sogar die behauptung auf, 2005 gab es kaum was spannenderes von dem sückchen land mit wasser drumrum.

kraftvoll ist die platte, hämmert und dringt durch. die singles "like it or leave it" und "ether radio" kratzen nur leicht an dem was sich noch so schönes auf der platte tummelt. ist kaum verwunderlich, wenn sich chikinki in den nächsten jahren auf diversen tanzflächen wiederfindt, alle voraussetzungen hierfür sind vorhanden.

hat irgendwie durchweg etwas sehr elektronisches, gleichbleibender beat, kaum brüche. der song "time" baut sich auf und steigert sich, wird heftiger und "tick-tack-tick-tack", der beat bleibt gleich, nur eindringlicher. inhaltlich geht es hauptsächlich grob um sex, auch wenn der titel irgenwie ja doch was drogenhaftes verspricht. wiederspricht sich aber grundsätzlich nicht.

und live? geht alles und ist sogar noch viel besser. eine wucht.

josef