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:: kate mosh interview – 12.04.2006 – josef

mit thom kastings (gesang)

breakfast epiphanies erinnert sehr an den film breakfast bei tiffanys, ist das gewollt?

 

ja, es ist gewollt das es an den filmtitel angelegt ist. einerseits um den von kate mosh bekannten wortwitz wieder hinein zu bringen, dann hat ja breakfast epiphanies ja auch für sich stehend eine bedeutung und so ist es natürlich gewollt gewesen den titel so ein bisschen zu persiflieren. über setzt heißt es so was wie erscheinung oder offenbahrung zum frühstück, wenn man so will und das heißt, das wir dort halt so die momente der klarheit des alltäglichen lebens widerspiegeln wollen, die einem kommen können, wenn man zu bäcker geht, fahrrad fährt oder eben halt beim frühstück.

 

ihr habt das neue album komplett alleine aufgenommen, warum?

 

wir haben das letzte album „live is a funfair“, sowie die ep und eben das jetzige album alleine aufgenommen, in unserem eigenem studio und dort ist uns dann der stefan brügemann zur hand gegangen beim aufnehmen von gesang zum beispiel, denn ich kann mich ja schlecht selbst aufnehmen und er hat die platte auch gemischt.

 

wie kommt man dazu, so ein verspieltes cover zu machen?

 

einerseits war es halt so dass wir dort diesen coverentwurf hatten und da es für uns halt auch wichtig war das dort so diese schrift und dieses bild halt tatsächlich nicht nur in der form als text lesen sondern halt auch einfach in der optischen weise auch als bild, als graphik erleben und erkennen kann. dann kommt noch dazu, wenn jemand sagt: „also, äh, das ist hier aber unübersichtlich, da muss ich mich erst mal zurecht finden…“, dann ist es vielleicht auch etwas wo wir sagen können oder ein bisschen auch verlangen wollen sich ein bisschen damit zu beschäftigen. es kam zum beispiel mal die frage: „also hier eure liedtitel stehen ja hinten auf der platte drauf und die sind ja gar nicht nummeriert...“ so, was soll den das? da fängt dann halt der punkt an, wo man sagt: „na ja gut, es gibt halt elf lieder, dann müsstest du halt von oben bis zum titel fünf zählen…“ um zu sehen, das ist dann auch der titel fünf. man muss ja nicht immer alles genau passend in tabellarischer übersichtlicher form bekommen. man muss sich auch mal auf etwas einlassen können und wenn man das nicht will ließt man es nicht und sieht es halt nur als graphisches element.

 

wer macht das für euch?

 

das hat, wie die bisherigen cover auch, stefan guzi diesmal in zusammenarbeit mit dem jörg walter von zwölf medien gemacht. das war bisher immer eine sehr fruchtbare und interessante zusammenarbeit. was das schöne an ihm ist, er versucht immer etwas neues zu machen, wenn er sich zum beispiel merkt das etwas gut angekommen ist, er hat ja viele kunden die er sonst noch betreut nicht nur aus der musik. er hat so zu sagen den anspruch an sich selbst zu sagen: „ich mach jetzt noch mal einen neuen versuch. ich versuche jetzt noch mal sachen wirklich anders zu machen.“ und das ist halt, was wir ähnlich in machen und deshalb denke ich hat da die kooperation immer so gut geklappt.

 

wie kam es zu dem wechsel von eurem label sinnbus zu dem hallenser label noiseolution?

 

der wechsel hatte mehrere gründe, einerseits sind sebi und ich selbst bei sinnbus tätig und haben dann auch nur wenig freirau gehabt andere bands dann halt auch wirklich betreuen zu können, sprich labelarbeit, an der wir auch interessiert sind, auch leute von außen dazu kommen zu lassen um der welt zu zeigen, hier gibt es tolle bands, die momentan noch keiner kennt und die dazu noch keine möglichkeiten haben noch bekannter zu werden, wenn sie kein label haben. das ist halt dann ein grund, das wir dann dafür mehr zeit haben. der nächste grund ist dann halt auch ein extrem schwieriger oder da tun wir uns schwer, uns selbst zu verkaufen. dann hat es auch manchmal so den punkt wie in der eigenen familie zu arbeiten. ein verglich den ich zum beispiel manchmal anstelle, ja wenn man halt so für mutter abends das büro putzt, dann geht das für ne weile und ist auch in ordnung soweit, hat aber für beide parteien eben auch vielleicht einen nachteil. dann kommt noch dazu, ein wirklich sehr wichtiger punkt, das man, wenn man selbst halt ein album aufnimmt, sozusagen ist man von anfang bis ende total eingespannt in diese ganzen sachen und ist sozusagen am ende der aufnahme, wenn man sagt: „hier ist das masterband, jetzt kann es losgehen unsere arbeit ist erst mal erledigt.“ und eigentlich sind wir alle auch reif für die insel für ein paar wochen. im dem moment geht aber gleich erst los mit einer arbeit, wenn man es selbst beim label weiter macht. man dann aber nicht mehr die volle energie. so ist dann die entscheidung gekommen, die uns aber wirklich nicht leicht gefallen ist.

 

Dankeschön.